Quedlinburg - UNESCO Weltkulturerbestadt Quedlinburg - UNESCO Weltkulturerbestadt
NavigationLinie LegendenPersönlichkeitenStadtgeschichteStädteunionZeittafel
HomeLinie Wo liegt QudelinburgLinieGeschichte QuedlinburgsLinieInteressantesLinieTouristenwegeLinieVeranstaltungenLinieWeltkulturerbeLinieZum Stadtplan von QuedlinburgLinieImpressumLinie

Geschichte Quedlinburgs

Städteunion

Bilder

Deckenbeleuchtung im StädteunionshausGründungsurkundeStadtwappen

Das Haus der Städteunion - Hohe Straße 8

Die Hohe Straße ist eine der ältesten Straßen der historischen Altstadt. Die Nummer 8, das heutige Haus der Städteunion, gehört zweifellos zu den schönsten und wertvollsten Gebäuden aus der Renaissance. Es ist ein für Quedlinburg typisches Fachwerkhaus. Zunächst wurde vermutet, es sei 1576 erbaut worden. Inzwischen musste diese Ansicht jedoch revidiert werden. Auf einer Messbildaufnahme von 1893 ist über den Fenstern der Wohnstube ein beschriftetes Füllholz erkennbar, aber leider nicht lesbar. Dank eines ehemaligen Nachbarn, der sich an die Inschrift zu erinnern vermochte und einen Abzug dieser Aufnahme besitzt, auf der der Text zu erkennen ist, konnte die Erbauung des Hauses auf 1548 datiert und der Bauherr als Jacob Werth identifiziert werden. Seit 1799 ist eine Nutzung als Fleischerei nachweisbar. Die Glastür des Geschäfts des Fleischermeisters Karl Schmidt, im Adressbuch der Stadt von 1878 eingetragen, wurde nach der Sanierung an die passende Stelle gesetzt. Ursprünglich bestand das Haus aus zwei Teilgebäuden. Das südwestliche musste 1987 wegen Einsturzgefahr abgerissen werden. Das Erdgeschoss wurde im 19.Jahrhundert so stark verändert, dass sich an der Fassade keine originale Bausubstanz mehr findet. Hinzuweisen ist auf die aufwendigen Schnitzereien an Balken und Brüstungsbohlen. Auffällig sind die an Quedlinburger Fassaden seltenen geschnitzten Verzierungen mit sogenannten "Fächerpalmetten" (palmwedelartig geformte Fächer) und "Fächerrosetten" (Fächer in Strahlenform). Auf dem Hof findet sich einer der bis zur Eröffnung des Wasserwerkes notwendigen Hausbrunnen. Rechts vom Torhaus liegt der "Wappenraum". Er ist nach dem beleuchteten, bleiverglasten Deckenfeld benannt, das die Stadtwappen der Partnerstädte Celle, Hameln, Hannoverversch Münden, Herford und Quedlinburg trägt, mit deren Mitteln dieses Haus saniert werden konnte. Die Übergabe des Hauses nach abgeschlossener Sanierung fand am 23.04.1994 statt.


Danksagung

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung und das Zur-Verfügung-Stellen von Textmaterial an Frau Rudolph aus dem Haus der Städteunion, Sitz der Kulturabteilung der Stadtverwaltung Quedlinburg.


 

Quedlinburg - UNESCO Weltkulturerbe